Einbrüche durch Kleinkriminelle
Das Bild zeigt, wie der Schweißer die Standrohre mit der Nivellierungsplatte verbindet, an denen wir dann das Solarlicht mit Kamera anbringen.
Wer kennt es noch, dass nachts die Haustüren nicht verschlossen wurden. Die Zeiten sind, zumindest in urbanen Gebieten, sind längst vorbei. Fahrräder müssen besonders angeschlossen werden, Gartenmöbel mit einem Stahlseil verbunden und Fenster wie Türen werden extra gesichert.
So auch in Gambia, seit der zweite Präsident, der sein Land mit starker Hand im Griff hielt, abgewählt wurde. Das junge Demokratieverständnis wird in Gambia oft subsummiert mit: "Alles ist möglich, alles ist erlaubt".
Von mehreren Einbrüchen gezeichnet ist die Mango Pre Nursery, die nahe der Küste in Sanyang liegt.
2025 gab es den ersten Einbruch im Büro des Schulleiters. Die Schulglocke (aus Messing), ein Stempelkissen und Kulis wurden gestohlen. Der Einbruchsschaden durchs Aufhebeln der Tür war deutlich größer. Wir brachten, nachdem in den Büros nun auch Drucker stehen, extra Gitter und Diebstahlschutz an den Schlössern aller Schulen an.
Ende 2025 der nächste Einbruch. Diesmal wurden 40 m Elektrokabel geklaut, die den Stromanschluss mit der Pumpe des Brunnens verbinden. Sie wurden aus dem Boden gezogen. Wir erhöhten die Schulmauer, um es den Dieben schwerer zu machen, aufs Grundstück zu gelangen.
Im April 2026 den nächsten. Jetzt wurden die Wasserhähne aus Messing abgedreht. Die waren schnell ersetzt.
Doch als im Juli 2026, kurz vor dem Beginn der Ferien ein weiterer Einbruch geschah, mussten wir die nächste "Stufe der Sicherheit" angehen. Diesmal wurde recht dreist der ganze Wasseranschluss mit Hahn abgesägt und erneut die Elektrokabel aus dem Boden gezogen.
Alles am Ende nur Kleinigkeiten, doch möchten wir nicht, dass die Kinder unserer Schule dies miterleben und zweitens, muss dem irgendwie Einhalt geboten werden.
Aktuell (Stand August 2026) erweiterten wir das Sicherheitskonzept:
Die Nachbarsfamilie hatte die Erlaubnis, ihr benötigtes Wasser bei uns zu schöpfen. Im Gegenzug reinigte Fatou, die Mutter, jeden Morgen unseren Schulhof vom Laub der Mangobäume. Nun haben wir unter der Straße eine Leitung in ihr Compound verlegt. Das Schultor kann nur noch der Schulleiter öffnen, ansonsten bleibt es verschlossen
Alle freiliegenden Stromleitungen wurden in ein Eisenrohr verlegt und können nicht mehr so einfach entfernt werden.
Die Metall-Wasserhähne wurden mit Hartplastik-Hähnen ersetzt. Diese sind für Diebe wertlos.
Auf dem Grundstück werden wir drei Masten mit Licht anbringen. Eines brennt permanent die Nacht über. Die anderen beiden sind mit Bewegungsmeldern für's Licht und einer Kamera ausgestattet. Die Kameras sind mit dem WLAN der Schule verbunden. Sie zeichnen auf und der Schulleiter kann über sein Handy den Schulhof beobachten.
Wir hoffen miteinander, dass diese Maßnahmen nun ausreichend sin.
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